Das dritte „C“ in Port-en-Bessin und ein rosa Briefkasten…

16. April 2022

Die Nacht war wunderbar ruhig und wir haben wirklich gut geschlafen. Dank unserer kleinen Fellzwergin haben wir heute einen ruhigeren Tag vor uns. Die Dame hat sich etwas an der Kralle verletzt, was Schonung zur Folge hat. Gegen 10 Uhr verlassen wir also den Campingplatz in Richtung Frühstücks-Boulangerie nicht ohne ein kleines Foto-Shooting am Chateau de Fréfossé. Die Anlage ist wirklich toll anzusehen. Die einzige Frage, die sich stellt: Wer hat diesen geschmacklosen Briefkasten aufgehängt?

In Cauville sur Mer finden wir einen Parkplatz direkt vor der Patisserie Leroy Benoit. Es folgt ein Frühstück mit leckerem Croissant und duftendem Kaffee. Die Sonne scheint zwar, aber der Himmel ist von einem Nebelschleier getrübt.

Durch den kleinen Ort „Le Cafe Blanc“- der Ortsname entlockt uns ein breites Lächeln – führt uns unsere Tour weiter über die Pont de Normandie bei Le Havre hinein ins Calvados.
Calvados – eins der drei C der Normandie. Cidre, Camembert und besagter Apfelbrand. Beim Einfahren in diese Region fällt uns auf, diesen noch nicht gekostet zu haben. Dann wird es wohl Zeit…
Vorbei an Caen versuchen wir unser Glück, oberhalb von Arromanches-les-Bains einen Stellplatz zu bekommen. Aber es ist Ostern und andere hatten die gleiche Idee. Unten im Ort auf dem Womostellplatz sind zwar noch Plätze frei. Aber die Anzahl der Busse – wir zählen so um die 10 – und der Gedanke an die Menschenströme in der kleinen Hafenstadt, erleichtert uns die Weiterfahrt ins nahe gelegene Port en Bessin. Ob wir dort einen Platz bekommen?

Wir haben Glück. Zwei Plätzchen gibt es noch. Der Platz gehört fest den Einheimischen, die sich hier zum Grillen getroffen haben. Wir hingegen bevorzugen einen Restaurantbesuch am Hafen. Und vom letzten Mal kennen wir auch noch ein Restaurant, das hierfür in Frage kommen könnte.
Tatsächlich gibt es ein Plätzchen für uns. Es macht Spaß wieder hier zu sein. Und verglichen mit unserem letzten Besuch hat es wieder so etwas von Normalität.

Unser Menü besteht aus leckerem Meeresgetier mit Spezialmayonnaise des Hauses. Ralf wählt Fish and Chips und Ulli erfreut sich an Moules aux Frites. Dazu ein Weißwein und noch viel wichtiger:
Zum Nachttisch gibt es eine Kugel Vanilleeis und unseren ersten Calvados – das noch fehlende dritte „C“! Übrigens eine leckere Kombination.
Wie man, wie der ein oder andere hier, gleich drei von diesen riesigen Calvados nach dem Essen trinken kann, ohne vom Stuhl zu kippen, bleibt uns allerdings ein Rätsel?

Nach dem Essen nutzen wir die Zeit für einen Besuch in der kleinen Fischhalle, die heute ausnahmsweise auch am Mittag geöffnet hat. Wir erstehen ein paar Jacobsmuscheln für heute Abend, es entstehen ein paar Fotos, Hauptbestandteil Möwenshooting, und gegen 17 Uhr erreichen wir unser Womo. Noch müde von gestern nutzen wir den Nachmittag zum Ausruhen, Bilder sichten und ein bisschen schreiben, was wir so erlebt haben, müssen wir ja auch noch für Euch.
Der Abend verläuft ruhig. Die Jacobsmuscheln gesellen sich zu Knoblauch, Butter, Rosmarin, Tomatensugo und Ziegenfrischkäse und schließlich auf unsere Teller. Die Kombi klingt im ersten Moment bestimmt ungewohnt, es war aber wirklich sehr, sehr, sehr…… lecker!!!

Jetzt um Punkt 22 Uhr gilt auch hier das ungeschriebene, französische Womoplatzgesetz. Nahezu alle haben eingepackt und sind auf die Minute genau im Womo verschwunden. Die Grüppchenbildung hat sich aufgelöst und es sieht nach einer ruhigen Nacht aus. Und Morgen….es geht in die Region Barfleur und wir freuen uns drauf….

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