Die Falaises bei Étretat – 2 Baguettes und Traumwandern…

15. April 2022

Wir bleiben nicht, denn eine der Nachbar-Womobesatzungen gab lautstärketechnisch um 23 Uhr und dann nochmal gegen 3 Uhr Alles. Aus welchem Womo genau der Tumult kam, wir wissen es nicht. Aber an noch so einer Nacht haben wir kein Interesse.

Um 9 Uhr erschallt es wieder: das Hupen des Bäckerwagens. Erst rythmisch und laut, doch beim letzten der 5 Signale lachen wir uns kaputt. Ein heiserer Hauch….mehr ist es nicht. Gerade mal drei von den zwölf geparkten Womos kaufen am liebevoll bestückten Wagen ein. Mit uns sind es dann vier.
Als Ralf nur ein Baguette bestellt, kommt das freundliche “ Ach nehmen Sie doch gleich zwei..!“ Na und das tut man dann auch….

Fast um Punkt 10 Uhr verlassen wir unseren Platz und es geht entlang der Küste in Richtung Étretat. Dort haben wir uns den Camping Abijune in Tillieul herausgesucht.

Staufrei und gemütlich geht es über Dieppe und Fecamp durch’s volle Étretat ins beschauliche Örtchen in der Nähe des Leuchtturms Antifer bei Étretat.

Der Stellplatz ist schön und ruhig, der Himmel heute stahlblau und am Nachmittag ist die Sonne schon fast aufdringlich. Schön zum Ausruhen und Abendspaziergang planen…Unsere Wanderapp empfiehlt uns eine Tour zu den Falaises, den hier typischen Kreidefelsen. Gerne würden wir diese natürlich im Sonnenuntergang sehen, aber es ist ca. 1 Stunde zu Fuss dahin. Und im Dunkeln wollen wir unsere Fellzwerge nicht durch unbekanntes Terrain schicken.

So kommt es, dass wir schon gegen 18 Uhr zu unserer Tour aufbrechen. Über schöne und gut laufbare Wiesenwege geht es bei etwa 20 Grad in Richtung Meer, dass man gut am Horizont erkennen kann.
Schon nach wenigen Minuten fällt der Blick auf die bekannte Kapelle oberhalb von Ètretat sowie den Leuchtturm Antifer. Durch die schönen Wege ist die Tour kurzweilig und nach etwa einer Stunde erreichen wir den Eingang zum Naturpark.

Schon der Blick auf die Klippe und den Leuchtturm ist atemberaubend schön. Das Licht ist magisch, der Himmel so blau, wie es blauer kaum geht und es sind außer uns nur ganz wenige Menschen hier.
Der erste Blick auf den ersten Torbogen zeigt einem mal wieder auf, wie schön und erhaltenswert unsere Erde doch ist. Ein magischer Moment, der sich kaum in Worte fassen lässt.
Wir halten uns hier in diesem Bereich längere Zeit auf und sparen uns den Weg zum zweiten Torbogen, dem Touristenmagnet dieses Küstenabschnitts. Von weitem ist immer noch zu erkennen, dass sich dort viele Menschen tummeln. So viele, dass sie die Magie dieses Abends zerstören würden…Aber schaut Euch die Auswahl unserer Bilder einfach selbst an.


Ein kleiner Hinweis zu unseren Fellzwergen: Amadeo genoss es, uns zu modeln…Allie hingegen war von der Schönheit scheinbar derart beeindruckt, dass sie keinen Moment ruhig sitzen bleiben konnte. Man nennt es auch „Hummeln im Hintern haben“

Kurz nach halb 8 beginnen wir den Rückweg. Die Landschaft färbt sich nach und nach golden. Um kurz vor 9 versinkt die Sonne dann tiefrot am wolkenlosen Himmel. Genau da erreichen wir wieder unser auf dem Camping geparktes Womo. Völlig glücklich über dieses außergewöhnliche Erlebnis. Die guten 8 km liefen sich bei diesen Bedingungen wie von alleine…Zeit für ein Glas Wein und für die weitere Planung….bis Morgen…

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