Vorbei am Ort der Erleuchtung zu einem Platz der Ruhe….

06. Januar 2021

Trotz des Feiertags oder wahrscheinlich auch gerade deshalb sind die Fischer heute Morgen wieder um halb 5 am Ankommen. Es gibt bei ihnen solche, die ganz einfach parken und zur Arbeit gehen. Aber auch hier hat es die „Anderen“.
Muss „Mann“ zombiähnliche Laute in fortissimo von sich geben, um ein höheres Standing bei den Kollegen zu erreichen? Nach dieser Stärkenpräsentation schlafen wir zwar wieder ein, aber schon um 7 Uhr beginnt die fröhliche Parkerei hier an der Marina. Autos und Womos wechseln sich ab und Ruhe geht irgendwie anders. Nach dem Morgengassi mit den Fellzwergen geht es beim Gutenmorgenkaffee ans Bildersichten und Textschreiben.

Es folgt der Bezug des Sonnenplatzes. Bereits um 12 Uhr zeigt das Thermometer 22 Grad und es ist herrlich. Wären da nicht die sich weiter anfüllenden Parkflächen. Gruppen von Womos reisen an, überall laufen Stromgeneratoren – muss das unbedingt hier sein? – und selbst die schönen, grünen Papageien zetern und fühlen sich durch den Andrang gestört.

Bei 25 Grad um 14 Uhr und einer ausreichenden Sonnendosis beschließen wir diesen Ort zu verlassen und weiter in Richtung Osten zu fahren. Wir wählen den Weg über den einzig kostenpflichtigen Part der AP7 auf unserer ganzen Tour und fahren oberhalb von Benamáldena ab. Unterwegs fällt der Blick immer wieder auf den Felsen von Gibraltar und das wundervolle blaue Meer. Auch die Bergwelt in diesem Teil Andalusiens hat ihre Schönheiten.

Schon kurz vor der Abfahrt sehen wir ihn, den Ort der Erleuchtung. Einen Stupa. Einen buddhistischenTempel, einen Ort Buddhas, voller Ruhe und Erleuchtung. Und der Ort hat wirklich etwas Magisches jetzt so im Nachmittagslicht mit Blick auf das Meer.

Ans Meer…genau dahin wollen wir. Und das sieht von hier oben ein wenig wie ein alpenähnliches Unterfangen aus. Und das ist es auch. Enge Straßen mit Schlaglöchern, Kehren und immer wieder fast einspurige Straßenabschnitte Aber wegen des Feiertags ist wenig los und die Straße auch mit dem Wohnmobil fahrbar. Auf unserem Weg nach unten passieren wir noch das Castillo de Colomares, ein zu Ehren Kolumbus erbautes Schloss aus den 80igern. Unten angekommen melden sich unsere etwas warmgelaufenen Bremsen. Aber auch diese dürfen bald ausruhen.

Und dann kommen wir an unserem Parkplatz an und es ist so wie wir es gerne wollten, es ist ruhig. Ab und an ein paar Passanten und ein paar Papageien…sonst nichts.

Unser heutiger Abendspaziergang führt an der Strandpromenade entlang in den angrenzenden Ort. Hier kehren wir in eine der Bars ein, die wir mit Sicherheit nicht wieder wählen würden. Die Boquerones und der Wein sind zwar okay, aber es ist nicht witzig, im Restaurantservice keine Maske zu tragen und es ist nicht in Ordnung, sich über Gäste lustig zu machen, die einen darauf hinweisen.


Ein bitterer Beigeschmack zu dem eigentlich schönen Ort, den wir wegen dieser Ignoranz Morgen nach ein wenig mehr „Meerblick mit Sonne“ verlassen werden. Wohin?….Ihr seid dabei….

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