Entscheidung zwischen den Meeren – Regenwolken in Cádiz

04.01.2022

Nach einer leuchtturmdurchblinkten, ruhigen Nacht – es hatte tatsächlich neulich in einem der Womoforen eine Beschwerde darüber gegeben, dass der Leuchtturm nachts nicht abgeschaltet wurde!?!- stellt sich die Frage: Bleiben oder Fahren? Nochmal in diese wundervolle Stadt eintauchen oder einen neuen Stellplatz finden? Atlantik oder Mittelmeer? Alle diese Fragen stellen wir uns bei unserem Morgenkaffee mit Blick auf die Festung Santa Catalina auf diesem außergewöhnlich schönen Stellplatz.

Der Wind hat aufgefrischt, aber wegen des ablaufenden Wassers – es sind nur noch kleine Priele zu sehen, ist es heute Morgen auch wunderbar ruhig hier. Nur etwas Möwengeschrei, sonst nichts.

Beim Blick in den Wetterbericht, der in keinster Weise so ist wie der gestrige Traumtag, beschließen wir einen erneuten Besuch der Stadt. Gegen 11:30 Uhr geht es los.

An der Santa Catalina Festung tummeln sich viele Möwen am Himmel. Perfekt für den ersten Fotostop und immer risikoreich für die Fotografen. Und dann hören wir diesen Ton, den man nicht gerne hören mag. Dieses Platsch irgendwo direkt neben dem Kopf vorbei und: ein Treffer. Ralfs Rücken und sein Fotorucksack sind getroffen! Beim Saubermachen passieren ein paar unter den Masken grinsende Gesichter und auch Ulli lacht sich sehr zurückhaltend kaputt, da Ralf deshalb sehr schlecht gelaunt ist.

Frisch gesäubert geht es entlang der Promenade mit tollem Blick auf die Kathedrale zum Heiligen Kreuze über dem Meer zur dort in der Nähe gelegenen Terrasse des Polisportivo, einem tollen Fotospot für die Parroquia di Santa Cruz mit der Kathedrale im Hintergrund.

Nach einem kurzen Blick auf die Reste des römischen Amphietheaters betreten wir durch den Arco de los Blancos den ältestesten Teil der Stadt. Trotz des bedeckten Himmels ist es heute deutlich voller als gestern. Den Grund sehen wir, als wir an der Plaza de San Juan de Dios ankommen: die AIDA Stella liegt vor Anker. Ein paar Bilder hier im Zentrum, das uns heute Morgen doch stark an die Karibik erinnert, jedenfalls das Licht – an den 14 Grad Außentemperatur liegt es nicht – und dann geht weiter in ruhigere Bereiche der Stadt.

Wir werden fündig an der toll begrünten und blühenden Plaza Candelaria. Und hier gibt es eine ganz typische Tapasbar die jetzt ab 13 Uhr bereits geöffnet hat, die kleine Bar Zapata. Ein Tisch ganz allein am Grün der Plaza und ein kleiner Test der angebotenen Gerichte, so z. B der tolle Jamon oder die Schweinelende in Mandelsauce, die ein wenig an Satéspieße in Erdnusssauce erinnert…schon so ein bisschen zum Niederknien. Hin und wieder lugt die Sonne auf unseren Platz und dann ist es wunderbar warm…

Schließlich ziehen sie aber auf, obwohl sie laut Wetterbericht vorbei ziehen sollten: Regenwolken. So setzen wir unsere Tour über die Parroquia die San Antonio und das Gran Teatro Fallo zum Parque Genovés fort. Wir passieren den Weihnachtsmarkt für Kinder, spannende Hauseingänge und die tollen Pflanzen in dem karibisch anmutenten Park. Wenige Meter vor unserem Womo fallen die ersten Tropfen…

Und jetzt…ein kurzer Check auf dem spanischen Wetterdienst eltiempo.es und wir verlassen diesen wundervollen Ort im Regen. Die Entscheidung fällt damit für das Mittelmeer. Es soll nach Estepona gehen. Und das gleich aus zwei Gründen. Dort gibt es einen 24h geöffneten Waschsalon – es war Ralfs letztes sauberes T-Shirt, das heute Morgen getroffen wurde!! Und genau dort in Estepona verbrachten wir vor vielen Jahren den allerersten Spanienurlaub mit unseren Hunden Jule und Ben. Also auch eine kleine Herzensangelegenheit.

Die Wäsche ist mit Trocknen in einer guten Stunde erledigt (so witzig : hier gibt es extra Waschmaschinen für Hundezubehör!!) und als wir an der Marina in Estepona ankommen, ist noch genügend Platz. Wir parken und gehen direkt mit unseren Fellnasen zum Gassi. Am Ende der Marina wählen wir das La Escollera für eine Ensaladilla de Pulpo, ein paar Chipirones und Boquerones und dazu einen frischen Salat und natürlich zwei wohlverdiente Feierabendbier…wir freuen uns auf Morgen, auf den Sonnenaufgang, den Blick auf den Felsen von Gibraltar, auf die kleine Stadt Estepona und natürlich auf die Sonne, Ihr auch?

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