Bad Habits – eine „Erscheinung“ am Morgen mit Folgen…

27. Dezember 2021

Gerade singt Ed Sheeran seinen Hit im Radio, den Namensgeber des heutigen Beitrags.

Die Sonne scheint schon jetzt um 9 Uhr. Der Wetterbericht kündigt 21 Grad an. Ein perfekter Tag, um Wäsche zu trocknen. Und da fängt dann das Problem an. Dafür muss man aber auch erstmal waschen. Und genau das versucht Ulli heute Morgen. Den Kotb vollgepackt mit Handtüchern begibt sie sich in Richtung Waschraum. Da Sie Ihre Maske vergessen hat, kommt sie sogar nochmal zurück.

Und dann kurz vor dem Waschraum kommt Ihr die blonde Frau (lustig! Die Autokorrektur hatte „blöd“ vorgeschlagen) ohne Maske, aber mit erhobenem Daumen entgegen, um im nächsten Moment auf sich zu deuten, frei nach dem Modell “ Ich hab mein Handtuch schon auf die Liege gelegt“ , bedeutet: Jetzt wasche ich und Du hast hier nichts verloren!

Kein guten Morgen, Nichts. Als Ulli dann in höflichem Englisch sagt, sie würde sich den Raum aber gerne mal ansehen, hört sie die Dame ihrem Gesprächspartner mitteilen(sie hat die ganze Zeit ihr Handy am Ohr)“Immer die Scheiß- Engländer.“ Daraufhin antwortet Ulli, dass sie auch aus Deutschland ist und dieses Benehmen einfach nur zum Fremdschämen sei. Besagte Blonde war seit Tagen mit lautem Gelache und Gegröhle bereits ab morgens 10 Uhr (⁰wahrscheinlich nach dem ersten oder vielleicht auch dritten Wein) negativ aufgefallen. Das Gewettere der Dame geht weiter mit Sprüchen wie: „Da sind sie wieder, hier nicht leben, aber hier waschen wollen. Nicht mal ein Wort spanisch sprechen…????? Da fliegen tausend Fragezeichen durch die Luft…vor allem, wenn man später erfährt, dass Blondie weder hier lebt noch ein Wort Spanisch spricht…

Irgendwann entlockt es Ulli ein hãssliches, nicht sehr laut gemurmeltes, nicht ganz so nettes Wort und sie verlässt die Szenerie. Dabei hatte sie doch auch ein Handtuch zur Liegestuhlreservierung dabei….

Back to the roots…dann ist heute eben Handwäsche angesagt…

Es dauert nur wenige Minuten und die Entscheidung ist klar: wir werden keine weitere Nacht in der Nähe solcher merkwürdiger Menschen verbringen.

Eine Handwäsche, zwei Kaffee, einen Gasflaschenkauf und eine herzliche Verabschiedung später sitzen wir im Womo mit unbekanntem Ziel.

Der erste Stop ist ein Parkplatz vor den alten Häusern des Strandes Torre la Sal. Es ist zwar Einiges los, aber es ist nicht wirklich das, was wir als schön empfinden. Die „Wandgemälde“ sind ganz nett….aber dann heißt es auch schon: Abfahrt in Richtung Süden.

Die ersten beiden Plätze, die wir anfunken, ein Weingut in der Nähe von Valencia und eine Finca auf der Höhe von Alicante sind leider beide belegt. Der 3. Anruf geht auf den Camping Javea, der angeblich noch genügend Plätze frei hat. Dass die Plätze eher zum Modell „Sardinendose extra eng zum Etablismentpreis“ zählen hatte der wirklich sehr nette Herr am Telefon nicht erwähnt.

So kämpfen wir uns im Sonnenuntergang in Richtung großem Parkplatz in Moraira. Hier parken wir in einem wundervollen Abendlicht ein und sitzen kurze Zeit später in einer der vielen Bars. Herzlich Willkommen an der Costa Blanca….

Ein äußerst nettes Gespräch mir einem ältern, englischen Ehepaar und dessen 9 Monate altem Riesenhund lässt den ganzen Stress des heutigen Tages vergessen. Ein Spaziergang durch die kleinen Gassen, ein paar Tapas und zwei Rotwein später sind wir wieder zurück im Womo. Unsere Fellnasen spielen und freuen sich so, als wären sie happy, dass wir weitergefahren sind. Wir sind jedenfalls schon ganz gespannt auf unsere weitere Reise….und Ihr?

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