1. September 2026
Wir haben nicht wirklich gut geschlafen. Egal welchen Wetterbericht wir aufrufen. Bei jedem Aufruf verschlechtern sich die Vorhersagen. Aber wir haben doch Urlaub. Und ein bisschen Sonne wäre da doch ganz nett. Tatsächlich sind wir bereits gegen 4 Uhr wach und beschließen, unseren Aufenthalt hier in Porthkerris heute zu beenden.
Es ist tatsächlich die letzte Möglichkeit vor Sonntag unser Vorzelt trocken abzubauen. Und von hier aus an einem Tag am Wochenende zurückzufahren, ist aufgrund der engen Straßen mit einem Wohnmobil nahezu unmöglich.
Bereits um 7 Uhr sind wir wach. Das Meer ist heute nahezu glattgebügelt. Kurz überlegen wir, doch heute nochmal tauchen zu gehen, verwerfen die Idee aber wieder wegen dem Trocknen der Ausrüstung.












In der Bucht ereignet sich plötzlich ein Schauspiel. Es sind jede Menge Seevögel zu sehen und auch zu hören. Beim Blick durch das Teleobjektiv unserer Kameras ist da noch deutlich mehr zu entdecken. Jede Menge Delfine sind ebenfalls dort. Grund scheint ein großer Fischschwarm zu sein, sozusagen Frühstück in der Bucht. Warum dieser Moment dann wieder mal von einem Boot, das mitten ins Geschehen fahren muss, zerstört wird? Wir wissen es nicht, warum man solche Momente nicht einfach mal aus der Ferne beobachten kann? Es ist leider nicht das erste Mal, dass purer Egoismus solche Momente einfach kaputt macht.
Weiter geht es mit dem Abbau unseres Zeltes. Und anders als vom Wetterbericht vorhergesagt, schaffen wir es gerade so, unser Zelt zu trocknen und zusammengelegt zu verstauen, bevor sich der nächste Schauer über uns aufregen. Alles konnten wir in der Eile nicht ins Trockene bringen, aber eben immerhin unser Zelt. Gegen 2 Uhr sind wir abfahrbetreit. Eine kurze Verabschiedung bei Tiona, ein letztes Foto der Junschwalben und unsere Fahrt auf der Singletrackhardcoreroad nach St. Keverne beginnt. Und wie durch ein Wunder kommen uns nur an den Ausweichstellen Fahrzeuge entgegen. So richtig entspannt kommen wir aber erst auf der Schnellstraße in Richtung Exeter voran.









Unser Ziel heute soll irgendwo in der Nähe von London sein. Hier haben wir ein nettes Pub mit Thaiküche gefunden, wo man mit Wohnmoil übernachten kann. Doch der Anruf wegen einer Reservierung ist mehr als ernüchternd. Der Ton ist unfreundlich und Ulli wird einfach abgewimmelt. Da wir in diesem Moment etwa 10 Meilen vor Exeter sind, meint Ralf nur, dass er auch nochmal am Otter Inn parken würde. Ein netter Anruf und keine halbe Stunde später parken wir an der Wiese am Fluss ein. Kaum haben wir 2 Otter Bitter vorm Womo stehen, beginnt es zu Nieselregnen. Wir holen eine der Sitzgruppen vors Womo, spannen den Sonnenschirm auf und sitzen schließlich alle 4 darunter.
Keine 10 Minuten später parkt ein alter Hymer neben uns ein. Die beiden sagen gleich hallo, er setzt sich kurz zu uns an den Tisch und sie schmust mit den Fellnasen. Heute Abend entscheiden wir uns für 2 Chickenburger und Dirty Fries. Und wie bei unserem letzten Besuch, Essen und Getränke sind äußerst lecker.






Durch die vielen Wolken ist es heute schon besonders früh dunkel. So kommt es auch, dass wir bereits gegen halb 9 in der Waagerechten liegen und erneut die Wetterberichte checken. Und die sehen nach Festland aus….mal sehen, was morgen passiert…