Hammelburgsche Erkenntnis…

10. April 2026
Wegen des schönen Wetters starten wir am Nachmittag in Richtung Saale. Unser Ziel soll die Region um Hammelburg werden. Gerade mal eine halbe Stunde von zuhause entfernt und doch für uns absolutes Wohnmobilneuland.
Durch witzig klingende kleine Orte, von denen wir bisher noch nie gehört haben, gelangen wir gegen 17 Uhr zum Wohnmobilstellplatz in Hammelburg. Dieser ist recht gut besucht, doch wir bekommen noch ein Plätzchen mit Rasen vor der Türe.

Auch hier hat es wieder den ein oder anderen überdimensionierten Camper. Da stellt sich uns immer die Frage: Wieso kauft man dann kein Haus? Denn mobil sind diese Riesengefährte nun nicht wirklich. Gerade im Hinblick auf Reisen im Süden sind die Straßen als auch die Campings und Stellplätze nicht gerade für diese Größe von Womo geeignet.
Am witzigsten ist der Camper, der sich mit der Hydraulik gerade ausgerichtet hat. Wahrscheinlich mit der Zusatzoption „hochwassersicher“, denn ohne Strickleiter wird er wohl nicht in sein Womo gelangen.

Unsere abendliche Gassirunde führt uns auf den schönen Marktplatz der ältesten Weinstadt Deutschlands. Hier sitzen wir zum Aperitivo im Außenbereichs der Weingaststätte Müller. Ein Obdachloser pöbelt die auf dem Marktplatz spielenden Kinder derart blöde an, dass wir die nette Bedienung nach einem Tisch im Innenbereich für unser Abendessen fragen.
Wir bekommen einen netten Platz in einem separaten Raum in der schönen Gaststube.
Als wir gerade unseren erstem Wein getrunken und unsere erste kleine Vorspeise zu uns genommen haben – die Küche ist überaus lecker – geschieht etwas, dass wir so nie erwartet hätten: Der Obdachlose von gerade eben wird nur 2 Tische entfernt an einen Tisch gesetzt und das blöde Rumgebrummel geht weiter. Leider hat der Herr wohl in den letzten 2 Wochen auch nicht wirklich geduscht.

Okay…es ist ein Mensch und der Wirt hat auch seine Pflicht, aber kann man solche Menschen dann nicht so platzieren, dass sie niemanden stören. Zumal wir wegen genau diesem Menschen extra unseren Platz draußen verlassen haben und umgezogen sind.
Der Wirt nimmt sich zwar Zeit für ein Gespräch mit uns und fragt, was wir von ihm erwarten, aber sollen wir als Gast jetzt um einen Nachlass bei unserer Rechnung bitten. Da hätte er schon selbst draufkommen können, was er aber nicht tut.

Schade um den leckeren Wein, das schöne Ambiente und das tolle Essen. Aber besucht man einen solchen Ort dann nochmal?

Die Entscheidung wird uns am nächsten Morgen ganz einfach abgenommen. Ulli ist noch auf dem Markt zum Einkaufen, denn wir haben eigentlich fest vor, hier zu bleiben. Um etwa 10 Uhr beginnen wir mit unserem Frühstück im Freien. Etwa 10 Minuten später beginnt es in der Nähe wild zu schießen. Die Nähe des Truppenübungsplatzes hatten wir so nicht auf dem Schirm. Als Hundebesitzer wisst ihr aber bestimmt, wie der ein oder ander Hund auf solche Geräusche reagiert. Unsere Fellnäsin jedenfalls beginnt direkt mit Zittern und Verkriechen. Und so verlassen wir den Stellplatz in Richtung Bad Brückenau bereits um 11 Uhr.

Und wohin jetzt. Ein Abstecher führt uns nach Zeitlofs. Hier schauen wir uns den Blütestand der Schachbrettblumen an und es gelingt das ein oder andere Foto des hier brütenden Falkenpaares und der schönen Natur. Aber wir bleiben nicht sehr lange. Wir fahren lieber zurück nach Hause und genießen die Abendsonne auf unserer Terrasse….

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