Toskana-Feeling fast vor der Haustüre…

19. bis 22. Mai 2022

Gerade mal 2 Wochen ist sie her: Unsere letzte Wandertour in der Region Monzernheim und Westhofen. Und wir sind schon wieder hier. Dieses Mal nicht alleine und leider mit Campern, deren Benehmen einem sehr zu denken gibt.

Bei unserer Ankunft parkt ein vollintegrierter Hymer mit BI-Kennzeichen und übergroßer SAT-Schüssel in exakt der Mitte der auf dem Weingut verfügbaren 4 Stellplätze.

Nur widerwillig macht er Platz und er erklärt Ulli dann ganz breit, er hätte so parken müssen, denn sonst hätte er keinen SAT-Empfang. Der arme, arme Camper. Zu viel Frischluft ist echt gefährlich!!! Und da ist sie wieder die Frage: Was hat eigentlich guter SAT-Empfang mit Camping zu tun?

Dieses Mal sind wir gemeinsam mit Ulli’s Tante Ingrid und Onkel Horst unterwegs. Zu Beginn unseres langen Wochenendes stehen die Temperaturen leider eher auf Badesee denn auf Wandern.

Den ersten gemeinsamen Abend verbringen wir im Freisitz im Traumgarten. Bei lecker Meerholzer Bratwurst vom Grill, Secco und/oder Riesling warten wir auf kühlere Temperaturen bis uns die Mücken zurück in unser Womo/Zimmer zwingen. Die Nacht ist fast hochsommerlich und bereits früh morgens am Freitag merkt man die aufsteigende, drückende Wärme. Also heute nur ein kleiner Rundweg.
Unser Ziel ist das etwa 2,6 km oberhalb von Monzernheim gelegene Weinkastell. Und jetzt um halb 11 ist es schon fast zu warm zum Laufen. Unsere Fellzwerge und auch wir sind froh, als wir nach etwa einer halben Stunde das kleine Wäldchen am Weinkastell erreichen. Den luftigsten und schattigsten Tisch nehmen wir. Das Hinsetzen auf den Korbstühlen hat etwas Erfrischendes, denn es hat noch Wasserreste des nächtlichen Gewitters auf den Sitzflächen, aber das schöne Lokal öffnet leider erst um 17 Uhr. Also nichts mit Weinschorle. Oder vielleicht doch?

Ein älterer Herr, der sich hier um die Außenanlage zu kümmern scheint, hat ein Herz mit uns und kurze Zeit später stehen 4 herrlich kühle Weinschorlen auf dem Tisch. Begleitet von Pirolgesang genießen wir diese bei unserer etwa 1-stündigen Pause, bevor es wieder zurück in die Hitze geht.

Es ist deutlich wärmer geworden. Aber der Weg, der überwiegend bergab geht, ist nach etwa einer halben Stunde gemeistert. Den Rest des Tages verbringen wir mit Ausruhen im Schatten und einer gegen Abend beginnenden , etwa 3 Stunden dauernden, gemütlichen Weinprobe.

21. Mai 2022

Ruhig schlafen geht anders. Es war sehr warm, fünf Wind- und Gewitterfronten sind letzte Nacht durchgezogen und die letzte hatte dann auch noch Hagel im Gepäck. Erholsam war das leider nicht, aber es hat wunderbar abgekühlt. Einem ausgedehnten Frühstück folgt eine Fotopause im Garten. Hier hat es wundervolle Blumen und Blüten und direkt neben unserem Womo sitzen zwei Taubenbabies in einem Nest. Ein kurzer Ausflug für die Sinne und die Seele.


Um halb 2 brechen wir auf in Richtung des Westhofener Heisjeweges. Wir wollen einfach ein paar der schönen Bauten besuchen, etwas die Ausblicke genießen. Zeit haben wir bis 17 Uhr, denn dann haben wir einen Tisch in der Strausswirtschaft Armin Stabel in Westhofen reserviert.


Erstes Ziel sollte das ausgezeichnete Heisje sein, aber da Ralf leider etwas im Womo vergessen hat, peilen wir drei anderen die Bank vor der „Kommandozentrale“ an. Die ehemalige Koordinationsstelle der Starenabwehr im Herbst. Ein Bilderbuch-Trullo aus 1766 mit Zypressen rund herum. Hier verweilen wir in der Sonne und dem angenehm, kühlen Wind. Die Mittagsbrotzeit beginnt erst, als wir wieder vollständig sind. Es gibt Bergkäse, Rohschinken, Weihnachtsbrot und Gurke. Aber hier ist dieses Mal kein netter Arbeiter in Sicht, der sich um unsere Weinschorle sorgt. – Schade!


Es folgt ein Besuch des ausgezeichneten Heisjes- ebenfalls ein Trullo aus 1766. Etwas Schlangenliniengelaufe zum Chinesischen Heisje und dann weiter besagter Schlangenlinie folgend der Besuch des Hinkelsteins am Westhofener Kreuz. Ingrid, die mittlerweile weiß, dass am Marktplatz vor der Straußwirtschaft ein Eiswagen stehen sollte, ist vom Kurvenkurs nicht wirklich begeistert, was natürlich den ein oder anderen spitzen Kommentar nach sich zieht. Wir lachen viel und genau das ist das Ziel des Weges: die Aussicht genießen, die Natur beobachten und Spaß haben.

Es folgt der Zieleinlauf in Westhofen und es bleiben 20 Minuten für Ingrid’s Eis, zu dem sich Ulli gerne anschließt. Horst und Ralf hingegen freuen sich auf ihre erste kühle Weinschorle in der Straußwirtschaft, die nur einen Steinwurf von hier entfernt liegt.
Hier wartet ein nettes Plätzchen etwas am Rand, unserer Fellzwerge wegen – die beiden durften heute aufgrund der Temperaturen ganz oft in ihrem Transporter mitfahren! –
Zur Begrüßung bestellen wir einen Secco und Schorle und beim Betrachten der Speisekarte wird es still und vier grinsende Gesichter freuen sich auf ihr leckeres Schnitzel.


Es ist nett und es wird weiter erzählt, gelacht und genossen. Kein Wunder, dass die Zeit schnell vergeht und um kurz nach halb 8 geht es weiter. Endspurt zurück zu unserem Weingut in Monzernheim.
Hatten wir schon erwähnt, dass Monzernheim deutlich oberhalb von Westhofen liegt? Eine Tatsache warum Ralf für den direkten Nachhauseweg plädiert. Dieser führt durch eine enge, für unseren Hundetransporter fast exakt abgemessene Gasse hinauf, am orientalischen Heisje vorbei, immer bergan zu unserem Startpunkt in Monzernheim.

Bei wundervollem Sonnenuntergangslicht und Ausblicken bis nach Mainz und Heidelberg erreichen wir „eeeendlich“ den höchsten Punkt und freuen uns nun auf’s gemütliche letzte Stück zurück zum Weingut.
Hier wartet im Garten eine letzte Schorle und ein kurzer Plausch bevor uns die Mücken wieder nach drinnen vertreiben und es endet ein toller, erlebnisreicher Tag, mit dem wir auch unseren Bericht beenden möchten….
Soviel sei noch gesagt. Der Weg hat wirklich Ausblicke ähnlich der Ausblicke in unserer geliebten Toskana. Vielleicht probiert Ihr ihn selbst ja einfach mal aus….schönes Nachwandern!!


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