22. August 2026
Wir werden erst gegen halb 9 wach. Es folgt ein Familiengassi an den Angelteichen entlang. Heute am Samstag scheinen die Angler im Verhältnis zu den Fischen tatsächlich in der Überzahl zu sein.
Der komplette Vormittag plätschert so vor sich hin. Beim Blick in die Stellplatzapp wird klar, daß wir auch heute nicht nach Calais fahren. Anzahl der verfügbaren Stellplätze = 0.





So suchen wir uns nur wenige Kilometer entfernt ein Plätzchen in Bapaume. Der Platz wirkt neu und einladend und hat gerade mal 10 Stellplätze. Als unsere Nachbarn mit ihrem Hund zurückkommen, vermissen wir wiedermal die Camperettikette. Eigentlich sagt man sich mal „Hallo“, ist aber leider Fehlanzeige. Hinzu kommt deren Hund, der alle 10 Minuten einen Bellanfall bekommt und nicht zu beruhigen ist. Außer dem Namen „Barko“ und teilweise heftigen Handgreiflichkeiten dem Tier gegenüber passiert nichts.
Am Anfang antwortet unser Hundemädchen noch auf das nachbarschaftliche Gebelle, kurze Zeit später geht es ihr ebenfalls wie unserem Rüden aber am A…. vorbei.
So lassen wir auch diesen Tag bei nettem Lesestoff und einem Sonnenwolkengemisch vor sich hin. Erst unser Abendgassi führt uns in das kleine, nahezu ausgestorbene Städtchen. Im Kaffee an der Mairie ist Zeit für ein kleines Feierabendbierchen und der erste Versuch mal wieder französisch zu sprechen….es funktioniert ganz gut und kurze Zeit später stehen 2 herrliche Blondes vor uns.









Der Abend klingt bei frischem Salat mit Weißbrot und Gorgonzolasauce abgerundet mit einem Glas Bourgogne Chardonnay aus…morgen geht es ins 1,5 Stunden entfernte Calais, denn am späten Sonntagnachmittag geht unsere Fähre….aufregend, aber wir freuen uns…
23. August 2026
Ralf hat wegen der bis 3 Uhr laut aufgedrehten Musik auf dem benachbarten Parkplatz und der bereits ab 5 Uhr in und ums Womo randalierenden englischen Womonachbarn nicht allzu gut geschlafen.
So hatte er aber auch Zeit, sich auf den morgendlichen Bäckerspaziergang bestens vorzubereiten.Hintergrund für alle Neuleser: eigentlich bringt er vom Bäcker immer 2 Baguettes mit. Grund : er kann sich nie merken, ob das Baguette im Französischen männlich oder weiblich ist. Und um das beim Bestellen an der Bäckertheke zu umgehen, sagt er immer „Deux Baguettes, sil-vous-plait!“ Süss, oder?















Heute Morgen jedoch ersteht er souverän nur ein Baguette und einige Croissants, denn in unserem Tiefkühlfach ist noch Platz. Es folgt ein ausgiebiges Frühstück und so gegen 11 Uhr ein Einkaufs/Tankstopp im angrenzenden Supermarkt.
Nachdem alles verstaut ist, geht es los in Richtung Calais. Die Autobahn ist nahezu leer. Spätestens am Fährterminal wissen wir auch warum: die sind alle hier beim Einchecken.
Es dauert heute eine gefühlte Ewigkeit bis zur Vor-Fähre-Parkposition zu gelangen. Doch nach etwa 2 Stunden ist auch das geschafft. Pünktlich um 17:15 Uhr legt unsere Fähre ab. Eine ruhige und kurzweilige Fährfahrt in einer gut gefüllten Petlounge. Am häufigsten vertretene Hunderasse: der Shih-Tzu, also die Mitglieder unserer Fellnasenfamilie.
Wir erreichen Dover bei Bilderbuchwetter. Unsere Parkposition ist mega. Wir stehen direkt am Tor in der Nase des Schiffes und müssen lediglich die Autos von Deck 5 abwarten und schon sind wir vom Schiff unten. Ach ja, zu erwähnen wäre noch, dass beim Reboarding unsere Familie getrennt wurde und Ulli sich im Schiff verlaufen hatte. Sie war irgendwie in den Crewbereich gelangt und schließlich mit Amadeo auf dem Weg in den Maschinenraum unterwegs. Aber alles gut…okay, es waren viele Treppen und unsere Fellnase war etwas nervös, aber umso schöner war es, als wir uns alle wieder im Womo getroffen haben.














Kurz vor der Fährabfahrt hatten wir einen Britstop-Stellplatz im Fox and Hounds in der Nähe von Godstone gebucht, wo wir um viertel nach 7 einparken. Die Nebenstraße war etwas abenteuerlich zu befahren, aber der Empfang durch den Inhaber Nick ist wunderbar herzlich.
Es ist nicht sehr viel los, aber die, die da sind, sind alle supernett. Wie herrlich unser erstes Guiness schmeckt, könnt ihr Euch bestimmt nach den Ereignissen der letzten Wochen denken. Wir ordern Fish and Chips with Peas, natürlich Salt und Maltvinegar dazu und schließlich sitzen wir in diesem schnuckeligen, 700 Jahre alten Pub auf einer alten Holzbank und freuen uns einfach nur, hier zu sein.
Nick und Ellie, als auch die ganze Pubcrew sind unheimlich nett und so herzlich, dass man sich ein bisschen wie zuhause fühlt. Ganz herzlichen Dank an Euch beide….wir sehen uns bestimmt bald mal wieder…
Abgerundet wird der Abend im wahrsten Sinne des Wortes mit einer Creme Brulée und und einem Brownie mit Vanilleeis…herrlich, da schläft man doch gleich besser….und das tun wir so ab halb 11…wir freuen uns auf die nächsten Tage, auf andere Pubs und auf Cornwall, unserem eigentlichen Ziel…kommt doch einfach mit…