Manchmal ist es genau da wunderschön, wo man eigentlich gar nicht hin wollte…

30. Dezember 2023

Ein Sonnenaufgang durch die Palmen weckt uns am heutigen Morgen. Es folgt ein Cornetto con Pistacchi, dazu ein Bialetto und dann geht es in Richtung Syrakus. Der Hauptgrund ist das schlappmachende Notebook von Ulli und die Tatsache, dass es dort einen „Mediaworld“ gibt. Und vielleicht bleiben wir ja gleich da und schauen uns mal wieder die schöne Altstadt Ortigia an.

Doch schon von der Autobahn aus entscheiden wir uns um  denn es liegt ein riesiger Kreuzfahrer vor Anker, dessen Besatzung mit Sicherheit besagte Altstadt „überfluten“ wird.

Nach dem Besuch des italienischen Mediamarktes und der Lösung von Ulli’s Notebook-Problem verweilen wir kurz auf dem nahegelegenen Womoplatz, auf dem die Womos im Modell Sardinendose geparkt sind. Nichts für uns…

Es soll weiter gehen zu einem Womoplatz mit Ätnablick, Pool und Brötchenservice. Ulli klickt den Platz an – so denkt sie jedenfalls- und los geht es über einen Einkaufsstopp bei einem winzigen Coop in Enna zu besagtem Platz. Die Lage kommt Ulli zwar schon ein wenig unbekannt vor, aber in Wirklichkeit sieht die Landschaft ja meist anders aus, als auf den Internetfotos.

Das Tor ist offen. Ulli ruft die Kontakttelefonnummer, die am Tor hängt, an und es meldet sich ein Herr, der ganz verdutzt fragt, was wir denn wollten. Nach kurzer Erklärung kommt das „Sto arrivando“ – bin unterwegs- durch die Leitung und dann warten wir. Eigentlich, dass der Herr gleich den Weg vom unter uns liegenden Wohnhaus zu Fuss zu uns kommt. Aber nein, es dauert eine Weile und er parkt mit einem Auto beben uns. Die Begrüßung ist etwas holprig und gibt uns direkt die Info, sie hätten aber an Silvester und Neujahr geschlossen. Der Strom wird eingeschaltet,er erklärt uns kurz die Einrichtung, gibt uns den Code zum Ausfahren aus dem Tor und ist auch schon wieder verschwunden. Also doch kein Brötchenservice? Egal, es ist wunderbar ruhig und nur ein paar wilde Hunde bellen hier und da. Wir genießen die Ausblicke auf den Ätna und hoffen auf schöne Farben zum Sonnenuntergang. Aber dieser findet heute leider nicht statt.

Gegen 6 Uhr folgt nach der Gassirunde die Zubereitung der Spaghetti alla Norma aus dem Doggybag vom ersten Abend in Catania. Bei einem Glas Nero d’Avola trifft Ulli dann die Erkenntnis des Tages, als sie sich wundert, dass der Stellplatz auf einmal nicht mehr in der Stellplatzapp angezeigt wird. Und beim Klicken auf die gespeicherten Stellplätze wird klar: wir sind gar nicht da, wo wir hin wollten. Wahrscheinlich hat der Stellplatz, auf dem wir gerade stehen,sogar Winterpause. Es folgt eine längere Lachpause…doch hier ist es einfach nur wunderschön und wunderbar ruhig…manchmal passieren solche Dinge eben.

31. Dezember 2023

Da ist er, der letzte Tag dieses verrückten Jahres. Wir sind schon früh wach, in der Hoffnung auf einen schönen Sonnenaufgang. Aber die Wolken haben den Ätna und die umliegenden Hügel voll im Griff.

Wir fahren ins nahe gelegene Enna, um Wasser aufzufüllen – unser Stellplatz hatte halt eben geschlossen – und weiter zum nahegelegenen Lidl, um noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen, weil wir uns heute Nacht wahrscheinlich auf einen abgelegenen Parkplatt stellen wollen. Wer von Euch schon mal an Silvester im Mittelmeerraum war, weiß, das hier bombenähnliche Böller an der Tagesordnung sind. Und das wollen wir unseren Fellnasen ersparen. Von Enna aus geht es in Richtung Meer. Die nächste Bar soll uns gehören. Aber unsere gewählte Straße führt einfach nur durchs Nirgendwo. Kein Ort, keine Bar, nur Hügel, Oliven, Kühe…Also heißt es bis zum annavigierten Stellplatz warten, um zu frühstücken. Zwischen Gela und Licata biegen wir dann auf den Platz am Meer ein. 2 Hundeaugenpaare von richtig großen en Hunden blicken uns an, sonst nichts. Der Platz ist auch nicht das, was man aus der Beschreibung hätte erwarten können.
Also fahren wir auf der Küstenstraße weiter via Agrigent, vorbei an den Tempeln und erreichen bei mittlerweile 18 Grad und Sonnenschein den Stellplatz Punta Piccola Park in Porto Empedocle. Hier standen wir vor 8 Jahren mit 5 anderen Womos. Doch als wir ankommen ist hier alles weiß. Geschätzte 100 Womos parken dicht an dicht. Doe Stimmung ist unentspannt und es riecht schrecklich nach „Büchsenfutter“ am Eingang des Platzes.

Gott sei Dank ist ein Parkplatz in der Nähe, denn jetzt um halb 12 wird es endlich Zeit für ein Frühstück. Cornetti und Bialetti al Sole…bei 25 Grad…wie schön…

Etwa 1 Stunde später geht es weiter…der nächste Parkplatz wird ins Navi einprogrammiert…doch als als wir das schöne Siculiana passieren, überlegen wir spontan, hier irgendwo zu bleiben. Und da ist tatsächlich ein ganz neuer Eintrag bei Montallegro. Der Platz stellt sich als kleiner Traum heraus. Außer uns stehen hier noch 2 deutsche und 2 italienische Womos. Die Begrüßung ist nett und kurze Zeit später sitzen wir vorm Womo in der Sonne…der perfekte Ort für unser Silvester…

Ein verrücktes Jahr mit tollen Erlebnissen liegt hinter uns. An dieser Stelle noch einmal Danke für’s Lesen und Mitreisen. Wir sind stolz darauf, dass so viele von Euch , immerhin aus insgesamt 66 Ländern dieser Erde, unsere Erlebnisse mit uns teilen. Wir wünschen Euch alles Gute für 2024 und freuen uns, Euch auch im Neuen Jahr wieder „an Bord“ begrüßen zu dürfen!

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