Wochenmarkt, Ortswechsel und eine bretonische Lektion…

03. Juni 2023

Erst so gegen halb 9 haben wir ausgeschlafen. Heute ist Markttag in Port Louis und diesen erreichen wir gegen 10 Uhr. Ein Café au lait vor der kleinen Kirche und dann bummeln wir an den schönen Marktständen entlang. Die Fressalien sind eine echte Augenweide, aber die Schlangen sind uns viiiiieeeel zu lang zum Anstehen. Wir gönnen uns einen zweiten Café au lait an der großen Kirche und ein Aprikosenbrioche auf der Mauer oberhalb des Yachthafens und fahren gegen halb eins von hier aus los in Richtung Kerjean.

Hier hat es einen kleinen Campingplatz mit zum Meer ausgerichteter Bar und einem Traumstrand vor der Tür. Der perfekte Ort für unseren besonderen Tag.

Heute vor 30 Jahren haben wir „Ja“ zueinander gesagt und bisher unsere gemeinsame Zeit sehr genossen.

Der Check-In verläuft nett, jedoch hat die Platzwahl leider freilaufenden Kampfhund zu bieten. Gedanklich haben wir bereits ausgecheckt, aber die nette Dame an der Rezeption bietet uns kurzerhand einen Ausweichplatz an: Nr. 36 in Strandnähe…na wenn das nicht perfekt zum heutigen Datum passt…

Wir faulenzen in der Sonne, bis Ulli so gegen halb 4 den Strand inspiziert. Der Atlantik hat völlig unerwartet Badetemperatur. Schnell sind Maske, Schnorchel und Flossen parat und los geht es schnorchelnd durch die Bucht. Es hat viele kleine und einige große Fische…und es sind ganz viel Badende im Wasser – klar, bei diesem Wetter!!

Auch Ralf stürzt sich kurze Zeit später in die Fluten.

Gut getrocknet und gewärmt begeben wir uns gegen 6 Uhr auf die Sonnenterrasse der kleinen Bar. Hier gibt es leckeres Bier vom Fass und jetzt gerade baut jemand seine mobile Pizzabuzze hier auf. Der Abend und unser Essen scheinen gerettet.

Wäre wahrscheinlich auch so gewesen, hätte Ralf sich nicht für die Bretonische Pizza entschieden. Nachdem wir dreimal beim Abholversuch vertröstet werden – französische 5 Minuten können schon etwas dauern – sind unsere beiden Pizzen dann endlich fertig.

Die Pizza Burger ist etwas ungewöhlich, aber sehr lecker. Die Bretonische Pizza aber tut nur eins: sie müpfelt…oder schlimmer: sie stinkt. Und das liegt ganz offensichtlich an der Anduliette, der bretonischen Wurst aus Magen und Darm des Schweines. Für uns ein echtes Streichergebnis und eine Lektion, sich nicht immer gleich für die Nationalküche zu entscheiden. Nachlesen hätte geholfen!

Die Pizza essen wir natürlich nicht. Die Nasen sind nach etwa einer Stunde wieder entspannter, und auch die Extra-Umdrehungen in der Magengrube werden geringer

Nach dem Essen wollen wir dann eigentlich zum Sonnenuntergang ans Meer. Als wir dort an unserer Bank ankommen, hat unser kleiner Amadeo etwas am Auge. Ein Schockmoment…ein Granne steckt im rechten Augenlid unseres Rüden. Ein beherzter Ruck und raus ist sie. Klar gehen wir direkt zurück zum Womo, versorgen das Äugelchen und hoffen, dass alles gut wird. Eine unruhige Nacht liegt vor uns….drückt uns die Daumen…

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