Ungeplantes Abschlußtrüffeln im Piemont…

11. Januar 2026

Heute morgen scheint die Sonne besonders warm. Ist irgendwie immer so am letzten Tag. Also geht es zum letzten Mal ans Meer. Wir finden eine schöne Bar mit Sonnenplätzen, netten Nachbarn aus Como und einem süßen aufdringlichen Spatz. Etwa eine Stunde verbringen wir hier, bevor es mit einer ausführlichen Gassirunde wieder zurück zu unserem Womo geht.

Wir genießen nocheinmal die wunderbar warme Sonne, fotografieren ein paar der Vögel um uns herum und sitzen gegen 12 Uhr im Womo. Nächstes Ziel ist der Waschsalon in Serravalle und vielleicht gehen wir im Anschluss des Waschmarathons noch ein wenig shoppen.

Als wir uns Serravalle nähern, beginnt das Chaos auf der Straße. Ganz Italien scheint heute hier zum Shoppen zu sein. Wir schaffen es einigermaßen gut zum Waschsalon. Es dauert ein wenig, aber gegen 6 Uhr strahlt unser Womo in neuem Glanz und die Schmutzwäscheberge sind verschwunden. Allerdings ist die Stellplatzidee am Shoppingcenter wegen Überfüllung auch gestorben. Ulli findet im nahegelegenen Weinort Gavi einen ortsnahen Parkplatz. Wenig später parken wir dort ein. Und los geht es zur Ortserkundung gekoppelt mit einer Restaurantsuche. Aufregend ist es, die Beleuchtung der Festung zu beobachten.

Nach kurzem Fußmarsch landen wir im Zentrum und schließlich in einer Weinbar mit kleiner, ansprechender Speisekarte. Außerhalb des Menüs gibt es außerdem die feine, weiße Knolle aus Alba. Und da wir schon so lange keine Trüffel mehr hatten, ordern wir ein Risotto mit Albatrüffel…dazu einen Nebbiolo, dieses tolle Ambiente und die netten Menschen an den Nachbartischen. Man kann die Bewerbung für eine Womo-Piemonttour regelrecht fühlen.

Nach Tajarin mit Butter und Salbei und Gnocchi mit Fasanensauce sind wir satt und glücklich für diesen wunderbaren italienischen Moment auf unserer Tour und es geht wieder zurück zu unserem Parkplatz. Bei jetzt minus 4 Grad ist es Zeit Arrivederci zu sagen..ein perfekter Moment…denn was gibt es Schöneres als Abschlusstrüffeln im Piemont…

Kleiner Anhang….Unser Heimweg führt uns über Cernobbio am Lago die Como, einem Tankstopp mit Ausfahrtproblemen (es gibt Gott sei Dank noch eine Schranke, die wir eigenständig öffnen und ausfahren dürfen) und einem Aperitivo in der Bärchibar über die Strecke San Bernardino direkt nach Hause ins Sinntal. Die erwarteten Schneemengen in den Alpen gleichen eher Puderzucker auf Streuselkuchen. Erst etwa 50 km vor zu Hause beginnt der Schnee und nach etwa 1 Stunde Parkplatz und Hauszuweg freiräumen sind wir wieder zuhause. Glücklich über die Erlebnisse der letzten Wochen, aber auch glücklich, wieder zu Hause zu sein. Klar laufen die Planungen für weitere Reisen in 2026….vielleicht Bologna, Tauchen in Zeeland, Genußtour Piemont-Toskana und zurück…wir schreiben´s Euch….

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