10. Januar 2026
Eigentlich wollten wir ja bleiben, aber die nächtlichen Ankunft der Jungcamper, das Pfeifen derer Alarmanlage etwa 3 m neben unserem Womo und die Art des Behelfsparkens sagen uns, dass es Zeit ist, weiterzufahren. Klar tut es uns leid, Erminia und Enzo Arrivederci zu sagen, aber wir versprechen hoch und heilig, dass wir dieses Mal nicht 9 Jahre warten, um erneut vorbeizukommen. Dazu war es viel zu schön hier.










Die Umarmungen sind herzlich und kurze Zeit später biegt unser Womo auf die SS1 – die Aurelia- ein. Entlang der Küstenstraße bummeln wir uns, immer mit neuen Ausblicken auf das Meer, nach Albenga zum Stellplatz Ca de Miche. Im Jahr 2014 waren wir hier zum letzten Mal und irgendwie ist alles so, wie es damals war. Nette Betreiber und ein sonniges Rasenplätzchen. Schnell haben wir geparkt und dann geht es in die Stadt, die einst auf Abwegen unterwegs war oder besser gesagt: das Bistum machte über sich reden….den Artikel aus dem Spiegel findet ihr hierhttps://www.spiegel.de/panorama/bistum-albenga-imperia-in-italien-pfarrer-auf-abwegen-a-999027.html











Für uns ist es immer wieder erweiternd und traurig zugleich, wie es zu solch geballtem „Ungehorsam“ mit ungeklärtem Ausgang für die , die diese Missstände aufgeklärt wissen wollten, kommen kann.
Da wir jetzt um 11 noch nicht gefrühstückt haben, geht es direkt in Richtung Stadt auf Suche nach einem Platz in der Sonne. Erst am Eingang der bezaubernden Altstadt werden wir fündig. Hier sitzen viele Einheimische und wir und das Pistazienbrioche ist göttlich…
In der angrenzenden Buchhandlung erstehen wir den neuesten Dan Brown für unsere liebe Cristina, unsere Italienischlehrerin, die uns unseren Text zu unserem neuesten Unterwasserfilm “ insolito“ ins Italienische übersetzt hat. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön.
Danach bummeln wir etwas durch die Gassen. Es hat wunderschöne Restaurants mit tollen Tagesgerichten. Sonnenplätze allerdings Fehlanzeige. So begeben wir uns in Richtung Lungomare. Bei einem Fotostop mit Ausblick auf die Eisberge von Albenga – die schneebedeckten Gipfel der Toskana scheinen wie Eisberge im Meer zu liegen – passiert es: wir lassen Cristinas Piccolo Pensiero, das Buch von Dan Brown, aus Versehen dort stehen und merken es natürlich nicht.
Der nächste Stop ist eine Cocktailbar mit Ristorante. Wir bekommen den sonnenverwöhntesten Tisch und geben kurze Zeit später unsere Bestellung auf. Es soll einen leckeren Salat geben und danach mit Borretsch gefüllte Tortellini in Nusssause sowie Spaghetti mit Pesto, Bohnen und Kartoffeln. Die kleinen verfressenen Spatzen, die um unseren Tisch schwirren, unterhalten uns blendend. Und dann die Erkenntnis: das für Cristina gekaufte Buch ist weg. Es steht vielleicht noch am Lungomare…oder auch nicht. Ralf geht nachschauen und kurze Zeit später ist er wieder zurück. In seinen Händen hält er das Präsent für Cristina, das jetzt sicher im Rucksack verstaut wird.













Neben wunderbarer, warmer Sonne hat es auch immer wieder Schleierwolken und kühlen Wind. Erst um halb 4 verlassen wir diesen wundervollen Ort und sind gerade mal 15 Minuten später wieder vor unserem Womo.
Hier bekommen wir außergewöhnlichen Besuch. Ein Rotkehlchen hüpft um uns herum und sitzt schließlich auf Ralfs Rucksack in der Heckgarage. Es entstehen einige schöne Fotos des kleinen Kerls.
Den Abend lassen wir bei Bildersichten und Blogschreiben ausklingen. Morgen wollen wir in Richtung Serravalle Outlet…ci vediamo



















