01.01.2026










Wie versprochen haben wir den Wecker auf 20 nach 6 gestellt. 15 Minuten später verlassen wir unseren Übernachtungsplatz. Es war außer dem normalen Geböllere um 0 Uhr einigermaßen hundefreundlich, doch so richtig gut haben wir alle nicht geschlafen.
Bei einem wundervollen Himmel und eiskalten Temperaturen – jetzt so um die 0 Grad – führt uns unsere Fahrt an Santa Maria die Leuca vorbei zu einem über dem Meer gelegenen Parkplatz direkt parallel zur Straße. Wir sind rechtzeitig da. Am Horizont sind mehrere Inseln und ein Teil des griechischen sowie des albanischen Festlands zu sehen. Einfach nur traumhaft schön. Und für uns irgendwie ganz unerwartet. Wir dachten nicht, dass diese beiden Länder so klar vom „Absatz“ aus zu sehen sein würden.
Und dann folgt ein echter Gänsehautmoment. In Zauberfarben erhebt sich die Sonne aus dem Meer (es sieht jedenfalls wirklich so aus!) Der perfekte Moment, um sich ein frohes neues Jahr zu wünschen. Und das tun wir auch…bei leckerem, duftenden Kaffee aus der Bialetti und den wenige Tage zuvor erstandenen Cornetti mit Amarena und Schokofüllung.

































Unser Weg führt uns weiter über einen kurzen Halt in Santa Cesarea Terme an der zauberhaften Küste entlang nach Porto Badisco, wo wir kurz mit den Fellnasen Gassi gehen, um uns die Landtauchbucht einer hiesigen Tauchschule anzusehen.
Von hier aus starten wir direkt in Richtung Otranto. Eine Stadt von der wir bereits Vieles gehört und gelesen haben.
Wir parken direkt am Hafen und sind kurze Zeit später auf dem Weg in die viel gelobte Altstadt.
Und was ist immer das Ergebnis von zu hohen Erwartungen? Man wird enttäuscht.
So wie wir hier in dieser schönen, aber keinesfalls so außergewöhnlichen Altstadt, wie es viele Reiseführer berichten.
Am meisten stören uns die überall angebrachten Schilder in englischer Sprache. Ein Zeichen der touristischen Verdorbenheit bzw. fehlenden Authentizität.
Schade…ist eben so. Schon eine Stunde später verlassen wir die Touristenfalle und begeben uns in Richtung „I Faraglioni“
Hier soll es einen großen Parkplatz geben und außergewöhnlich 8schöne Felsen im Meer. Was wir aber antreffen sind Menschenmengen, einen vollen Parkplatz und von der tollen Küstenlinie ist nichts zu sehen.
































Und so führt uns unsere Fahrt weiter an der Küste in Richtung Norden. Nach einem Kurzen Stop in einem der fast menschenleeren Weiler am Meer landen wir für unsere Mittagspause auf einem Parkplatz nördlich von San Foca. Hier können wir unser Womo so parken, dass wir windgeschützt die Sonne genießen können. Mit Ausblick auf die schneebedeckten Berge von Albanien.
Aber wo heute übernachten? Wir versuchen unser Glück erneut an den Faraglioni. Aber hier ist es immer noch so, als gäbe es in Apulien keinen anderen Ort. Ein Parkplatz auf einer Wiese in der Nähe der Due Sorelle Felsen ist auch nicht das, was wir als den perfekten Übernachtungsplatz bezeichnen würden, zumal hier bereits eine italienische Wagenburg parkt und daher mit unangemessenem Geböllere in der Nacht zu rechnen ist.

Ein Blick in unsere Übernachtungsapp weist uns den Weg an den Stadtrand der nahegelegenen Stadt Melendugno zur Tenuta San Giovanni. Die Dame am Check-In ist supernett im Gegensatz zu dem mürrischen, neben ihr sitzenden Herrn.
Der Parkplatz ist eben. Außer uns parkt nur noch ein weiteres Womo hier. Und es scheint einigermaßen ruhig zu sein.
Wir gönnen uns zum Anstoßen auf 2026 ein Glas Vermentino di Sardegna und leckere Köstlichkeiten wie Käse vom letzten Marktbesuch, selbst eingelegte Oliven und etwas Schinken.
Es böllert in der nahe gelegenen Stadt zwischen 7 und 9 richtig heftig, doch dann ist es so ruhig, dass wir alle 4 in einen wunderbar erholsamen Schlaf fallen….nicht ohne vorher mal den Wetterbericht gecheckt zu haben…wird es Alberobello, Castel del Monte oder doch einfach nur ein Stellplatz am Meer? Wir melden uns….