17. und 18. September 2025
Das totale Urlaubsfeeling ist eingetreten. Der Himmel ist bedeckt, die Kameras möchten daher in ihrer Tasche bleiben und nicht einmal das Handy wird herausgekramt, um ein Foto zu machen. So lassen sich die beiden Tage dieses Beitrags kurz beschreiben. Und was schreibt man, wenn man fast keine Bildbelege für das Erlebte hat?
Man sucht sich Hilfe und die finden wir im Tauchreiseführer in der Übersetzung Niederländisch – Deutsch.

Gegen 12 Uhr verabschieden wir uns bei Bart und Yvonne und sind nach ca. 40-minütiger Fahrt wieder auf dem Landschaftscamping Kruytenburg zurück. Wir dürfen wieder auf Platz 14 parken und als unsere Fellnasen aussteigen, ist die Freude darüber so groß, dass die beiden erst einmal wild auf dem Rasen herumtoben. Es ist bewölkt, das Thermometer kommt nicht über 16 Grad hinaus, also gibt es doch nichts Schöneres, als kurz im Tauchreiseführer und der dazugehörigen App nochmals die Tauchplatzbeschreibung von unserem nächsten Tauchplatz Bergse Diepsluis Oesterdam zu studieren. Und da finden wir etwas, über das wir gerne berichten möchten: Tintenfischringe als auch Dudelsäcke soll es am Tauchplatz zu entdecken geben.
Die Tintenfischringe entstanden offensichtlich aus der Übersetzung für die Pfeilkalmare zu holländisch Pijlinktfissen. Das sind die langen Tintenfische, aus denen Calamariringe geschnitten werden. Und da hier in Holland Fritiertes an der Tagesordnung ist, warum sollte es dann nicht mal Tintenfischringe unter Wasser geben?

Die Dudelsäcke hat man offensichtlich aus dem Niederländischen Zakpijpen übersetzt. Dieses sind die wunderschönen weißen Röhren mit den gelben Rändern. Sogenannte Seescheiden. Sozusagen Geflöte unter Wasser.
Für uns etwas zum Schmunzeln und ein echter Ansporn, am Tag nach dem Sturm diesem Tauchplatz einen Besuch abzustatten.
Und das tun wir dann auch. Im Cabrio. Ausgerüstet mit dicken Jacken, laufender Heizung und jeder Menge guter Laune.
Und die brauchen wir heute auch. Es ist noch recht wellig und die Sichtweite liegt gerade mal bei max 1,5 Metern. So richtig viel Spaß macht der Tauchgang nicht. Und doch gelingt uns die ein oder andere nette Aufnahme. Leider ist auch an diesem Tauchplatz der ehemals vorherrschende Bewuchs über die Jahre einfach verschwunden.










Als wir zum Cabrio zurückkommen ist es richtig kalt und wir sind froh, schon kurze Zeit zurück auf dem Camping zu sein und eine schöne heiße Dusche zu genießen.
Nicht mal am Abend lichten sich die Wolken. So kochen wir kurzerhand eine Seelen-Gorgonzola-Pasta und genießen einen der leckeren Weißweine der Kleinen Schorre dazu. Natürlich dick eingemummelt in unsere warmen Decken.



Der nächste Tag verläuft im Prinzip genauso. Die Sichtweiten an Bergse Diepsluis sind etwas besser. Des Wetters wegen tauchen wir aber erst gegen 16 Uhr ab, nicht ohne vorher nochmal die Tauchplatzbewertungen der letzten Tage gelesen zu haben. Und da steht etwas vom „prachtige Zonsondergang en de Bloedmaan“. Ja, auch dieser Satz erheitert uns sehr.
Da der Eintrag bereits vor einigen Tagen geschrieben wurde, kommen wir dann auch hinter die Bedeutung des Wortes Bloedmaan, was nicht etwa Blödmann, sondern Blutmond heißt. Und der war ja erst….wir berichteten…
Echtes Tauchen mit den „falschen Freunden“, den Fehlübersetzungen von einer zur anderen Sprache….
Nach diesen beiden Tauchgängen mit wenig Unterwasserbewuchs ist es tatsächlich an der Zeit, nach einem neuen Platz zu suchen.
Da wir erst um halb 7 zurück sind, schaffen wir es gerade noch so im kleinen, netten Lokal um die Ecke noch etwas zu essen. Dieses schließt bereits um halb 8. Das Essen ist lecker und schon beim Portion aufessen, verziehen sich die Wolken, die Temperatur steigt bis auf knapp 20 Grad, die Sonne blinzelt tatsächlich nochmal durch und wir genießen anschließend das Abendgassi mit unseren Fellnasen.
Morgen wollen wir uns dann einen für uns neuen Tauchplatz in der Nähe ansehen….und der Wettergott hat Gutes vor….Ihr könnt gespannt sein….
