11. September 2025
Es hat fast die ganze Nacht geregnet. Vielleicht der Grund, warum wir so früh erwachen. Schon um kurz nach 8 ist Ulli unterwegs, um Brötchen zu holen. Die Sonne scheint, die Luft ist klar und der Wind ist kalt. Auf dem Rückweg trifft Ulli die beiden Fellnasen und Ralf und es geht gemeinsam zum Womo zurück. auf dem Platz herrscht regelrechte Aufbruchstimmung. Um 10 Uhr fährt bereits der 3. Camper ab. Woran das wohl liegt?


Da wir uns mit dem Wetterbereicht nicht ganz sicher sind, geht Ulli gegen halb 11 zu Carl, um ihn nach seiner Meinung zu den angekündigten Gewittern zu fragen. Da auch er sich nicht so ganz sicher ist, beschließen wir bereits um kurz nach 11 in Richtung Wasser loszugehen. Vorher wollen wir aber noch bei Camping Linda anrufen und fragen, ob nicht doch noch ein Platz ab dem 12. September für uns frei ist. Die junge Frau, die sich meldet, möchte unbedingt Deutsch sprechen, kennt aber leider ncht einmal den Unterschied zwischen Samstag und Mittwoch. Außerdem beharrt sie auf dem Standpunkt, dass wir nur auf einem der hässlichen Camperplätze stehen dürfen, obwohl gestern bereits Camper auf den Rasenplätzen geparkt waren. Das Gespräch ist direkt nach dieser Aussage beendet, der andere Camping geht nach wie vor nicht ans Telefon. Also beginnen wir ersteinmal , uns für den Vorgewittertauchgang vorzubereiten. Wir sind komplett fertig und wollen gerade los, als der Hochdruckschlauch an Ullis Finimeter beginnt, heftigst abzublasen, was bedeutet: kein Tauchgang heute.
Klar sind wir traurig darüber, aber auch irgendwie froh, unsere Fellnasen bei dieser Gewitterlage nicht alleine lassen zu müssen.
„Es ist immer für etwas gut“ meint Ulli leicht geknickt und wir beginnen, uns wieder abzurödeln. Schade, denn heute ist hier in Sint Annaland der letzte Tauchtag.
Unsere Mittagpause – heute gibt es nochmal Frühlingsrolle und rotes Thaicurry – nutzen wir, um einen Platz ab morgen zu suchen. Und wir finden einen Platz mit Einrichtungen, um Tauchequipment zu spülen in der Nähe von Zonnemaire und einem unserer Lieblingstauchplätze, nämlich Frans Kok Riff. Ein kurzer Anruf und wir haben unseren Anschlussaufenthalt gefunden. Während wir uns freuen, ist zum einen permanent Feuerwehr und Polizei zu hören und außerdem beginnt es heftigst zu regnen, zu blitzen und zu donnern.
Um etwa 3 Uhr hat es aufgehört zu regnen. Ulli sagt zu Ralf: „Und wenn wir jetzt schon nach Schouwen Duiveland fahren?“ Und so ist Ulli kurze Zeit später unterwegs zu Carl, um unseren Schlüssel des zum Strand führenden Türchens abzugeben. Als Ulli das Gewächshaus, in dem Carl mit seiner Familie sitzt, betritt, ist plötzlich Stille. Carl springt auf und freut sich total, Ulli zu sehen.
Warum erfährt Ulli nur kurze Zeit später.
An unserem Tauchplatz wurde eine tote Frau gefunden. Genau zu der Zeit, als wir dort tauchen wollten, . Carl hatte tatsächlich Angst, Ulli wäre etwas passiert.
Ulli läuft es eiskalt den Rücken herunter als sie Ralf davon erzählt. Wären wir wie geplant zum Tauchen gegangen, hätten wir die Frau vielleicht gefunden. Da bekommt der Satz „Es ist immer für etwas gut“ plötzlich eine ganz neue Bedeutung.


















Die ganzen 40 Minuten Fahrzeit nach Schouwen Duiveland kreisen unsere Gedanken um die Tatsache, dass uns ein geplatzter Hochdruckschlauch wahrscheinlich ein ganz schlimmes Erlebnis erspart hat.
Kaum befahren wir die Insel Schouwen Duiveland beginnt die Sonne zu scheinen. Es ist starker Wind und der Himmel ist typisch zeeländisch. Unser Stellplatz heißt Kristalmaire und liegt in unserem geliebten Zonnemaire. Der Platz ist schon beim Befahren bezaubernd. Ein kleine Allee führt zu einem von Hecken und Bäumen umrahmten Areal. Unser Platz Nr. 26 ist auch heute schon verfügbar und herrlich windgeschützt und sonnig. Kaum sind wir da, sitzen wir auch schon wieder im Auto, denn wir wollen auf jeden Fall zur Nordsee fahren und schauen, was unsere Seehunde so machen.
Die Brouwerssluis ist gerade geschlossen und so sind nur wenige Seehunde da. Dafür aber viele Austernfischer und andere Seevögel.


Unsere Gassirunde absolvieren wir auf der windgeschützten Seite des Brouwersdamms am Hafen von Koepeltje. Hier kann man Eisvögel pfeifen hören, aber leider nicht sehen und das Licht ist magisch.
Und dann geht es zurück. Zu unserem schönen neuen Platz….Gegen 8 zieht ein ganz ordentliches Gewitter durch und dann ist es wunderbar ruhig und so schlafen wir bereits gegen halb 10 bei leichtem Regengeprassel ein…