Eine Bar ohne „R“, eine verlorene Bankcard und Lollo´s Kochbegeisterung…

06. Januar 2025
Haben in der Nacht viele Hunde gebellt. Der Uhu hat ab und an ganz nah gerufen. Aber weder uns noch unsere Fellzwerge hat es gestört. Nach ungefähr 13 Stunden Schlaf begebn wir uns kurz nach 9 auf den ersten Fellnasenausflug.
Es ist bewölkt, aber bereits angenehmt warm.
Nach einem kurzen Schwatz mit einem der Gäste und mit Giovanni verlassen wir gegen 12 Uhr den Stellplatz in Richtung Cardedu Strand, der nur wenige Kilometer entfernt liegt. Vor 2 Jahren waren wir hier und haben in der kleinen Trattoria, die neben dem Womostellplatz liegt, in der Sonne gegessen. Aber die Trattoria hat wegen Urlaub geschlossen, was diesen Stellplatz für heute nicht gerade interessant macht.

So parken wir auf den Parkplätzen vor dem Strand. Ab und an blinzelt die Sonne durch die Wolken. Etwas Fellnasenfellpflege ist angesagt und ein Mittagessen auf der Mauer vor unserem Womo und das alles mit wundervollem Meerblick. Doch auch heute setzt gegen 3 Uhr ein richtig kalter Wind ein und so fahren wir weiter zu einem kleinen Strand am Lido d`Orri, natürlich nicht ohne vorher eine Schafherde passiert zu haben.

Hier am Meer hat es hinter einer der vielen geschlossenen Strandbars eine tolle Sitzmöglichkeit für uns. Der Strand ist heute mit den hereinrollenden Wellen im Abendlicht so schön, dass Ralf die Drone aufsteigen lässt. Genießt einfach die Bilder.



Die Fellnasen haben Spaß und spielen im Sand und dann sitzen wir alle gemeinsam auf der Liege und genießen die Farben des Abendhimmels. Eigentlich wollten wir hier auch gerne übernachten, aber mit der drehenden Windrichtung fängt es unangenehm zu müpfeln an. Den Grund dafür finden wir aber nicht heraus. Ist vielleicht auch besser so.
So geht es weiter nach Arbatax. Erst zu einem offiziell ausgewiesenen, sich aber als katastrophal herausstellenden Parkplatz vorbei an dem einst wunderschönen und jetzt gesperrten Parkplatz an den bekannten roten Felsen dieser Hafenstadt zur Bar Rosa dei Venti an den Fährhafen.
Wir fragen in der Bar, ob wir davor parken dürfen und sitzen kurze Zeit später mit Vermentino beim Aperitivo. Auf unsere Anfrage, ob sie auch Abendessen anbieten, erfahren wir von der netten Bedienung, dass das nur auf Vorbestellung möglich ist.
Wir sind noch keine 10 Minuten da, da stellt Ulli fest, dass sie eine ihrer Girocards offensichtlich am Strand verloren hat. Also kommt kurz Hektik auf, aber schnell ist die Karte gesperrt und wir können unseren Aperitivo und diesen authentischen Ort wieder genießen.
Gegen 8 Uhr lehrt sich die Bar so nach und nach als plötzlich ein älterer Herr an unseren Tisch trittt und ganz nett meint, dass die Bar jetzt schließen würde. Sie hätten wegen des heutigen Feiertags und der Fährabfahrt in der Nacht extra geöffnet, aber es wäre kaum etwas los gewesen und da wollten sie gerne Feierabend machen. Morgen sei dann auch geschlossen. Schade, dann wird es leider nichts mit Cornetti und Cappuccino.


Als Ulli dann rein Interesse halber fragt, wie das mit dem Essenvorbestellen so funktioniert, holt der Chef kurzerhand Block und Stift und dann beginnen die Augen zu leuchten. Er koche für maximal 15 Personen, nur Gerichte aus dem Meer, nur nach alten Fischerrezepten und dann fragt er gleich, wann wir denn gerne essen möchten. Am Mittwoch würde auf jeden Fall gehen. Ein Fischmenü nur für uns 2 für 35 Euro pro Person um halb 8. Der Chef, der schon seit Kindertagen Lollo genannt wird, macht uns das Essen so schmackhaft und erzählt so witzig über sein Restaurant, dass wir dem Vorschlag für Übermorgen zum Abendessen zusagen.


Er lacht herzlich über die Anmerkung, dass er ja eine „BA“ und keine „BAR“ habe, weil die Beleuchtung des „R“ kaputt ist und auch sonst ist das Gespräch über dies und das – wir reden über etwa eine halbe Stunde – so nett, dass wir uns jetzt schon auf das Essen freuen. Was wir morgen unternehmen, ist noch offen…der Wetterbericht sieht auf jedenfall schonmal gut aus.

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