04. Januar 2024
Wir sind 3 Minuten vor unserem viertel vor 7 Wecker wach. Alles ist noch ruhig und es ist megabewölkt. Aber das soll erstmal nichts heißen. Kurze Zeit später stehen wir vor den Windmühlen und diese präsentieren sich leider nur in allen möglichen Grautönen. Ein paar durch Sonne ausgelöste Farben am Himmel gibt es nur in der Ferne.





Als wir so leicht frustriert auf einer Bank sitzen und überlegen ins Womo zurückzugehen, fliegt ein Eisvogel laut piepend in Greifentfernung an uns vorbei. Also bleiben wir noch ein bisschen, denn vielleicht können wir diesen wunderschönen Vögel mit unseren Kameras einfangen.
5 Sekunden hat die Sonne heute Morgen für die Windmühlen übrig und genau diese halten wir im Bild für Euch fest, sowie auch Flamingos, die „Alle meine Entchen“ spielen. Sonnenaufgang und Eisvogel sind aber leider Fehlanzeige.













Unsere Fahrt geht weiter am Wasser entlang. Aber ohne nennenswerte Vorkommnisse. Wir landen schließlich in der Bar Simon des Weilers Birgi, wo wir am Straßenrand parken. Man kann ein wenig merken, dass sich alle in der Bar über unser Auftauchen hier wundern, aber die meisten sind sehr nett, wünschen Auguri und schauen unsere Fellnasen ganz verzaubert an. Wir genießen extrem leckere Schoko- und Waldbeerbrioches zu unseren Cappuccini, kaufen im Laden nebenan noch etwas Gemüse ein und es geht weiter in Richtung der vor Trapani liegenden Salinen.



An der Saline Grande landen wir ohne Ankündigung in einer Sackgasse und müssen ein ganzes Stück rückwärts zurückfahren, was aber kein Problem darstellt, denn wir scheinen die Einzigen hier zu sein.
An der nächsten Saline Culcas parken wir bei einem weiteren Wohnmobil und begeben uns zum Eingang dieses Areals. Schon beim Eintreffen können wir sie hören: Hier gibt es Eisvögel. Die kleinen, geschickten Flieger, die nicht ganz so einfach zu fotografieren sind.
Die nette Frau am Eingang erklärt ein wenig zu den Salinen und schon stehen wir auf einem der Dämme und versuchen die kleinen blauen Wunder zu orten. Und es gelingt uns. Leider in recht großer Entfernung. Aber wir sind schonmal ganz zufrieden mit der Fotoausbeute.

























































Wir verweilen etwa 2 Stunden hier und es entstehen einige Aufnahmen der hier lebenden Vögel, der Landschaft, der Windmühlen und der Stadt Trapani, die heute um die Mittagszeit wunderbar in der Sonne liegt.
Gegen halb 2 machen wir uns auf den Weg in Richtung Stadt. Erst versuchen wir einen Parkplatz etwas nördlich außerhalb liegend. Aber hier ist es extrem windig und so richtig schön ist dieser Ort auch nicht. Einen kurzen Blick auf Google Maps später und wir haben einen Parkplatz in Hafennähe Trapanis ausgemacht. Und schon sind wir unterwegs. Immer am nördlichen Lungomare entlang, dann kurz durch die Stadt auf die südliche Seite und wenig später parken wir auf dem großzügigen Parkplatz ein.
Außer uns sind noch zwei andere Womos da. Eins aus Deutschland, aber dessen Besatzung schafft nicht mal ein „Hallo“ und eins aus Trapani. Ein netter Herr mit seinem Schmusehund. Er hat Zeit für einen netten Plausch und ist sehr nett. Und sein Hund lässt sich von Ulli die ganze Zeit kuscheln. Der Mann verabschiedet sich mit einem netten „Auguri, ci vediamo!“ und dann ist es Zeit für eine Mittagspause auf der Hafenmauer. Die Sonne ist wunderbar warm und die Aussicht an diesem Ort ist toll.




















Gegen 5 Uhr geht es bei Traumfarben mit Hundetransporter in die nahegelegene Stadt. Wunderschön, klein und überschaubar. An der ersten Bar Fronte Mare am Lungomare ist Ralf zwar im ersten Moment skeptisch, aber die Bar, der Wein, der Barbesitzer…hier passt einfach alles. Kurze Zeit später stehen wir an der imposanten Kathedrale. Alles leuchtet noch hell im Weihnachtsglanz, die Menschen sind nett und bewundern unsere Fellnasen und am Tor an der alten Uhr spricht uns eine ältere Dame so herzlich an, dass das noch den ganzen Abend nachwirkt. Wir aperitiveln noch in einer weiteren Bar, die sich aber als Katastrophe herausstellt.









Das einzig nette hier ist, dass der nette Herr aus dem Womo mit seinem Hund von vorhin vorbeikommt und kurz mit uns schwatzt und ein paar Restauranttipps hinterlässt. Daraufhin probieren wir in einem Streetfoodladen die Tagespasta und sitzen wenig später in der Pizzeria Stefy bei einer typisch neapolitanischen Variante der Pizza. Herrlich authentisch und fast voll besetzt ist das Lokal. Stefy, die ältere Chefin, wirkt zwar vor allem ihren Angestellten gegenüber etwas kratzbürstig, aber davon lassen wir uns heute Abend nicht stören.
Als wir unseren Parkplatz erreichen hat der Wind schon wie im Wetterbericht angekündigt aufgefrischt. Also parken wir etwas im Windschatten eines angrenzenden Gebäudes ein, lächeln nochmal über die ein oder andere Begegnung des heutigen Tages und träumen kurze Zeit später von Morgen…
